Schüleraustausch mit
Deutschland
Seit mehreren Jahren führt die Deutsche Schule Guatemala mit Partnerschulen
in Deutschland einen Schüleraustausch durch. Gerhard Kodytek, Lehrer für Deutsch
und Englisch, ist damit beauftragt, den Austausch zu organisieren, mit den
Schulen in Deutschland Kontakt zu halten, unsere Austauschschülerinnen und
–schüler auf ihren Deutschlandaufenthalt vorzubereiten sowie unsere
Gastschülerinnen und Gastschüler aus Deutschland hier in Guatemala zu betreuen.

Gerhard Kodytek
gkodytek@yahoo.com
Wir entsenden jährlich eine Gruppe von 15 bis 18 Schülerinnen und Schülern
aus den 10. und 11. Klassen für circa zweieinhalb bis drei Monate nach
Deutschland (Mitte Oktober bis Anfang Januar), wo sie in deutschen Gastfamilien
wohnen und mit ihren Gastschwestern und –brüdern die Schule besuchen. Im
Gegenzug kommen die Gäste aus Deutschland für etwa einen vergleichbaren
Zeitraum nach Guatemala, wohnen bei ihren Gastfamilien und besuchen die
Deutsche Schule Guatemala. In den letzten Jahren haben wir mehr als 80
Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Deutschland geschickt und etwa genauso
viele Gäste aus Deutschland hier bei uns gehabt.
Dies ist nur möglich gewesen durch die gute und enge Zusammenarbeit mit
unseren Kontaktlehrerinnen und –lehrern und deren Schulen in Deutschland, die
die Gastfamilien für unsere Schüler aussuchen. Mein Dank gilt daher
insbesondere:
Herrn Gerhard Hoffmann, Schulleiter, und Frau Anja Thiele,
Elisabeth-Langgässer-Gymnasium, Alzey.
Herrn Heinrich Spiegel, Schulleiter, und Herrn Michael Bodmann,
Oberstufenleiter, Betty-Reis-Gesamtschule, Wassenberg.
Herrn Wolfgang Knoch, Schulleiter, und Herrn Klaus Schmitz,
Otto-Hahn-Gymnasium Bensberg, Bergisch Gladbach.
Herrn Claus Gilliard, Schulleiter, und Herrn Jürgen Schulze,
Johann-Rist-Gymnasium, Wedel.
Herrn Arne Rentzsch, Schulleiter, und Frau Carmen Clever, Gymnasium
Plochingen.
Herrn Dr. Hubert Müller, Schulleiter, Heimschule Lender, Sasbach.
Herrn Wolfgang Funk, Schulleiter, Wilhelms-Gymnasium, Stuttgart.
Herrn Dirk Schilling, Gerhart-Hauptmann-Oberschule, Berlin.
Frau Natalie Bristoyannis, Schulleiterin, Georg-Ackermann-Schule, Breuberg.
Herrn Eckart Hammerström, Gymnasium Arnoldinum, Steinfurt.
Herrn Burkhard Ost, Schulleiter, Schulfarm Insel Scharfenberg, Berlin.
Herrn Christoph Ramb, Oberstufenleiter, Gesamtschule Königsborn, Unna.
Herrn Jürgen Soffner, Oberstufenleiter, Kooperative Gesamtschule
Stuhr-Brinkum.
Herrn Peter Blomert, Schulleiter, Gesamtschule Espenstraße,
Mönchengladbach.
Frau Däubler, Schulleiterin, und Herrn Wilfried Schunke, Gymnasium
Wildeshausen.
Herrn Detlev Laue, Helene-Lange-Schule, Oldenburg.
Herrn Reinhard Nienhüser, Graf-Adolf-Gymnasium, Tecklenburg.

Unsere Austauschgruppe,
die im Oktober 2006 nach Deutschland abreiste.

Deutsche
Gastschüler/innen vor dem Nationalpalast in Guatemala Stadt, Juli 2007.

Beim
Aufstieg auf den Vulkan Pacaya, Juli 2007.
Häufig gestellte Fragen:
Was kostet die Teilnahme am
Schüleraustausch?
Die Eltern der guatemaltekischen
Schülerinnen und –schüler, die nach Deutschland gehen, bezahlen den Hin- und
Rückflug, eine Quote für die Begleitperson (Kollegin oder Kollege der Deutschen
Schule Guatemala) sowie die Kosten für die Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung,
und natürlich das Taschengeld für ihr Kind. Das Wohnen bei der Gastfamilie ist
kostenfrei, da der Austausch ja auf Gegenseitigkeit beruht.
Welche Kosten müssen Eltern
aus Deutschland berücksichtigen, die ihr Kind nach Guatemala schicken wollen?
Den Hin- und
Rückflug, das Taschengeld, sowie eine Rücklage für den Krankheitsfall, denn bei
einem Arztbesuch in Guatemala muss man die Rechnung sofort bezahlen und kann
die Ausgabe erst in Deutschland bei der Versicherung geltend machen.
Welche Versicherung ist
abzuschließen?
Unsere
guatemaltekischen Austauschschülerinnen und –schüler sind in Deutschland
kranken-, unfall- und haftpflichtversichert. Gastschülerinnen und Gastschüler
aus Deutschland müssen während ihres Guatemala-Aufenthaltes ebenfalls in der
Art versichert sein.
Müssen Gastschüler aus
Deutschland Schulgeld bezahlen?
Nein. Die
Deutsche Schule Guatemala ist zwar eine Privatschule, aber Teilnehmer am
offiziellen Schüleraustausch mit Deutschland brauchen kein Schulgeld zu zahlen,
wenn ihr Aufenthalt nicht wesentlich länger als etwa drei Monate ist. Auch die
Benutzung der schuleigenen Busse ist für die Gäste kostenlos. – Zu zahlen ist
allerdings ein Beitrag zur Unfallversicherung (Alerta Médica), der gering ist
und bei circa 1 Euro pro Monat liegt.
Welche Möglichkeiten haben
deutsche Gastschüler an der Deutschen Schule Guatemala?
Erstens Spanisch
lernen. Das kann man am besten durch die Teilnahme am schulischen Leben
allgemein und speziell am Unterricht in unseren B-Klassen (die zum einheimischen
Schulabschluss, dem Bachillerato, führen) wo etwa die Hälfte der Fächer in
spanischer Sprache gegeben wird. In den A-Klassen dagegen (die zum deutschen
Abitur führen), werden die meisten Fächer in deutscher Sprache erteilt. Sollte
Ihr Kind in den Monaten zwischen Juli und September an die Deutsche Schule
kommen, gibt es voraussichtlich einen Spanischkurs für unsere Gäste (hat es
bisher immer gegeben). Herr Kodytek unternimmt mit den Gästen mehrere Ausflüge,
z.B. eine Stadtrundfahrt, einen Besuch im Maya-Museum, beim Praktischen
Sozialprojekt unserer 11. Klassen, beim Hilfsprojekt für die Müllkippenkinder
und eventuell einen Aufstieg auf einen Vulkan.
Wie ist die Sicherheitslage
in Guatemala?
Ich empfehle Ihnen,
1. das Reisemerkblatt für Guatemala des Auswärtigen Amtes zu lesen, im Internet
unter www.diplo.de , dort unter Reise- und
Länderinformationen schauen.
Die Kriminalität
ist in Guatemala sehr viel höher als in Europa. Diebstahl und bewaffneter Raub
gehören zur Tagesordnung. Um sich davor zu schützen, sollten Gäste aus
Deutschland sich so verhalten, wie es die Einheimischen auch tun. When in
-
keine öffentlichen Busse
benutzen, sondern Privatautos.
-
Nur in Begleitung ausgehen,
nicht alleine.
-
Bestimmte Stadtviertel
vermeiden, einige sind ganz tabu.
-
Nach Einbruch der Dunkelheit
nicht mehr draußen herumlaufen.
-
Einkaufszentren dagegen
gelten als sicher.
-
Möglichst nicht Fahrrad
fahren (zu gefährlich, rücksichtslose Autofahrer).
-
Sich unauffällig kleiden und
keinen Schmuck, auch nicht billigen, frei sichtbar tragen.
-
Reisen ins Landesinnere sind
unseren jugendlichen Gästen nur in Begleitung eines ortskundigen und
einheimischen Erwachsenen erlaubt, auf keinen Fall allein, auch nicht als
Gruppe.
-
Wenn man abends ausgeht, muss
man sich organisieren: Wer nimmt wen im Auto mit? Wie und mit wem komme ich
wieder nach Hause? Abgemachte Rückkehrzeiten sind verbindlich einzuhalten.
Jugendliche in Guatemala werden von ihren Eltern meistens mit dem Auto
irgendwohin gebracht und auch von dort wieder abgeholt. Sie haben also nicht so
viel Bewegungsfreiheit wie es ein Jugendlicher aus Deutschland gewohnt ist. Das
kann zu Missverständnissen und auch Missstimmungen mit den Gastfamilien führen.
Es kann leicht das Gefühl des Eingesperrtseins entstehen, muss aber nicht, denn
man kann sich ja diesen Verhältnissen anpassen.
-
Wird man von Fremden
angesprochen, ist Vorsicht geboten.
-
In einer Disko kann es leicht
geschehen, dass man Drogen angeboten bekommt. Lasst euren Drink nicht
unbeaufsichtigt auf dem Tisch stehen.
Diese Hinweise
sollen Ihnen nicht Angst machen, sondern den gesunden Menschenverstand wecken.
Beliebtes Gesprächsthema unter Einheimischen ist die Kriminalität und was man
alles schon “Schreckliches” erlebt oder davon gehört hat. Derartigen
Geschichten ist nicht immer Glauben zu schenken. Es ist auch nicht so, dass man
an jeder Straßenecke Angst haben muss, überfallen zu werden. In all den Jahren
ist Gott sei Dank keinem unserer Gastschüler aus Deutschland etwas Schlimmes
passiert.
Guatemala, Februar 2006
Gerhard Kodytek
Fragen und Kommentare bitte an:
gkodytek@yahoo.com